Hüftschwung fürs Bankenviertel

Frankfurter Omniturm – Der Grundstein ist gelegt


Tishman Speyer bringt neues Leben ins Frankfurter Bankenviertel, SMV verantwortet Terminplanung, -steuerung und -controlling.

Moderatorin Naomi Omamuli Emiko, Archtiekt Bjarke Ingels und Tishman-Speyer-CEO Rob Speyer hatten sichtlich Freude an der Grundsteinlegung für den Omniturm.

(Foto oben – Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies)

Ein Bericht der Immobilien Zeitung (immobilien-zeitung.de):

„Mit einem zeitweise von Regenschauern unterbrochenen Sommerfest und einer Lichtshow hat Tishman Speyer die Grundsteinlegung seines Omniturms in Frankfurt gefeiert. Bis Anfang 2019 soll die gemischte Büro-, Wohn- und Einzelhandelsimmobilie fertiggestellt sein.

Sogar New York kann sich ein Beispiel an Frankfurt nehmen. „In New York wären jetzt schon alle weggelaufen. Vielen Dank für Ihre Beständigkeit“, lobte Rob Speyer, der Präsident von Tishman Speyer, die rund 400 Gäste bei der Grundsteinlegung des Omniturms am Dienstagabend im Frankfurter Bankenviertel. Da hatten die Besucher in der Baugrube auf dem ehemaligen Metzler-Areal bereits zwei heftige Regenschauer überstanden und blieben trotzdem vergnügt. Auch der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) nahm den nassen Segen von oben als gutes Omen für den Turm mit 45 Stockwerken, rund 183 Metern Höhe und 54.100 qm Nutzfläche, der bis Anfang 2019 an der Großen Gallusstraße entstehen soll.

Nutzungsmix so vielfältig wie nirgendwo sonst

Doch nicht das Wetter stand im Mittelpunkt, sondern das Projekt selbst, das nicht zuletzt wegen der beengten Baustelle eine Herausforderung darstellt. „Es ist das erste Projekt in Deutschland, das Büros, Wohnen, Einzelhandel, Restaurants und andere Zusatznutzungen so eng in einem Gebäude verbindet“, sagte Rob Speyer. Ungewöhnlich ist auch die Tatsache, dass die acht Wohnetagen mit rund 8.200 qm Fläche und rund 150 Wohneinheiten nicht in den obersten oder in den untersten Stockwerken angesiedelt werden, sondern in der Mitte. Die Architektur des Omniturms betont diesen Wohn-Abschnitt dadurch, dass die Mitte des Turms in einem Bogen aus der Fassade herausgeschoben wird – in etwa wie bei einem Turm aus Bauklötzen, der einen leichten Schubs bekommen hat. Dieser ungewohnte Architektur-Kniff hat den Nebeneffekt, dass dort Terrassen entstehen.

Vielfalt will Speyer auch innerhalb der rund 44.000 qm für Büronutzungen umsetzen. Er stellt sich direkt über dem mit knapp 1.600 qm für Einzelhandel und Dienstleistungen vorbehaltenen Erdgeschoss Flächen für Start-ups vor. Sie sollen mit großzügigen Co-Working-Arealen ausgestattet sein. Speyer wünscht sich für die dortigen Nutzer Zusammenarbeit und Austausch mit etablierten Firmen in den höheren Etagen.

Mehr Leben im Bankenviertel

Architekt Bjarke Ingels sieht den „Hüftschwung“ des Turms als Symbol dafür, dass sich im Frankfurter Bankenviertel gegenüber der etablierten Hochhauslandschaft etwas verändert: „Es wird ein Zeichen dafür, dass neues Leben in das vorwiegend durch Büros geprägte Bankenviertel einzieht.“ Das betonte auch Planungsstadtrat Mike Josef (SPD) in seiner Ansprache. Der Omniturm und Projekte wie das Four brächten nicht nur Wohnbevölkerung und öffentlich zugängliche Erdgeschoss-Nutzungen ins Bankenviertel, sondern machten auch fußläufige Verbindungen frei. Josef bedankte sich bei der anwesenden Alt-Bürgermeisterin Petra Roth (CDU). Schließlich seien die nun aufkommenden Nutzungsmischungen unter ihrer Ägide in die Stadtplanung aufgenommen worden. Ingels wies auf eine weitere Besonderheit hin: Mit der Fertigstellung des Omniturms werde die Kreuzung von Großer Gallusstraße bzw. Taunustor und Neuer Mainzer Straße die einzige Straßenkreuzung in Europa sein, die von vier Hochhäusern flankiert wird.

Der erste Spatenstich für den Omniturm war Ende 2015 vollzogen worden. Nach der Fertigstellung wird eine Platin-Zertifizierung nach LEED angestrebt. Mit dem Rohbau ist das Unternehmen Lupp aus Nidda beauftragt.“

Turm mit Hüftschwung: Der Omniturm wird durch die verschobene Mittelpartie im Frankfurter Stadtbild hervorstechen.

(Foto rechts – Quelle: Tishman Speyer)

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