Projektmanagement

Ludwig-Erhard-Haus, Kommunikations- und Servicezentrum IHK/VBKI


ProjektNeubau Bürogebäude mit Börse und Servicezentrum
ProjektstandortBerlin
Leistungen SMVProjektsteuerung
AuftraggeberIndustrie- und Handelskammer zu Berlin
ArchitektenNicholas Grimshaw & Partners, London
Baukostenca. 127 Mio. EUR
Realisierungszeitraum1992-1998
Ansprechpartner SMVBernd Hullmann
Projektbeschreibung

Das Bauvorhaben Ludwig-Erhard-Haus wurde auf einem Grundstück mit einer Fläche von 7 580 m² errichtet. Die Tragkonstruktion besteht aus fünfzehn mächtigen Stahlbögen, die einen gerippten Baukörper bilden. Dieser Tragkonstruktion wurde eine ebene, vertikale Außenwand zur Fasanenstraße hin vorgesetzt. Mittels Stahlprofilen wurden die einzelnen Büroetagen von den Bögen abgehängt. Eine stützenfreie Empfangshalle und Passage im Erdgeschoss erschließt zwei Atrien.

Die Räumlichkeiten des Ludwig-Erhard-Hauses umfassen Büro- sowie Kommunikations- und Ausstellungsräume. Weiterhin können ein multifunktionaler, dreifach teilbarer Saal, in welchem bis zu 400 Personen Platz finden, und ein kleiner Hörsaal für 150 Personen genutzt werden. Service-Shops und Restaurants sowie Stellplätze in den beiden Geschossen der Tiefgarage sind ebenfalls in des Ludwig-Erhard-Haus integriert.

In den fertig gestellten Gebäudeteil der 1. Bauphase zogen außer der Börse auch Abteilungen der IHK ein, die aus Fremdvermietungen im Stadtgebiet ausziehen und im Neubau und auf dem Stammgrundstück der IHK konzentriert werden sollten. Die Maß-nahme ging einher mit einer organisatorischen Umstrukturierung der IHK unter Begleitung durch das Projektmanagement bei der Ausarbeitung von alternativen Konzeptionen von Raumgruppen-, Be-siedlungs- und Möblierungsplänen. Darüber hinaus war die Konzeption für die Betreibung, die Ausschreibung und die Vergabe des Facility Managements durch das Projektmanagement zu steuern.

Rolle SMV

SMV wurde in Arbeitsgemeinschaft mit Buro Four, London mit dem umfassenden Projektmanagement inklusive Projektleitung des Projekts beauftragt. In diesem Zusammenhang war eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen und ein Nutzungsprogramm sowie ein Mietflächenvermarktungskonzept mitwirkend zu erstellen.

Kundennutzen

Die frühzeitige Integration der Immobilienbetreibungs- und -bewirtschaftungsaspekte und -ziele in die Planung unter den besonderen Bedingungen der Restrukturierung der Auftraggeberorganisation in einem Bauwerk, das auch Fremdmietflächen beherbergen sollte, ist eine anspruchsvolle Steuerungs- und Koordinierungsaufgabe bei der komplexen Auftraggeber-Struktur einer öffentlich-rechtlichen Institution mit entsprechend hierarchischen Strukturen bei den Entscheidungsgremien.