Projektmanagement

Rad- und Schwimmsporthalle


ProjektNeubau einer Rad- und Schwimmsporthalle
ProjektstandortBerlin
Leistungen SMVProjektsteuerung
AuftraggeberOSB Sportstätten GmbH, Berlin
ArchitektenDominique Perrault, Paris / APP, Berlin
Baukostenca. 296 Mio. EUR
Realisierungszeitraum1993-1998
Ansprechpartner SMVThomas Lewicz
Projektbeschreibung

Das Projekt wurde als Teil der Olympia-Sofortbaumaßnahmen im Rahmen der Olympiabewerbung 2000 der Stadt Berlin als Austragungsort olympischer Wettkämpfe für das Bahnradfahren, Schwimmen und Kunstspringen konzipiert. Nach der Entscheidung für Sydney als Austragungsort fand eine Umplanung für eine multifunktionale Dauernutzung statt, bei der die Nutzungsanforderungen für die Wettkampstätten jedoch auf dem Niveau für Weltmeisterschaften gehalten wurden.

Die beiden Sportgroßhallen sind mit ihrer Hauptbaumasse unterhalb des umgebenden Geländeniveaus mit einer lichten Höhe von 13 m errichtet worden. Dazu wurden nahezu 500.000 m³ ausgehobenes Erdreich von einer temporären Ladestelle unmittelbar am Projekt per Bahntransport zur Enddeponie abgefahren.

Rolle SMV

SMV wurde als federführender Partner der Bürogemeinschaft
PROMOS für den gesamten Projektsteuerungsleistungsumfang und den gesamten Realisierungszeitraum beauftragt.

Zum Leistungsumfang gehörten auch der Abbruch des auf dem Gelände befindlichen Kühlhauskomplexes, der Rückbau eines dort befindlichen Güterbahnhofes für die Schlachthöfe und Kühlhäuser, der in das Baugrundstück einbezogen wurde, sowie die Verlegung einer Hauptwärmetrasse im Straßenland und die Unterfahrung der in Betrieb befindlichen Fernbahn- und S-Bahngleise für die Verkehrsanbindung des nahen S-Bahnhofes Landsberger Allee durch einen Fußgängertunnel.

PROMOS wurde unmittelbar nach Entscheidung für den Wettbewerbsentwurf des Architekten Dominique Perrault mit allen Handlungsbereichen des Projektmanagements über alle Projektstufen
1 bis 5 tätig.

Kundennutzen

Nach der für Berlin negativen Entscheidung des Austragungsortes
Olympia 2000, der damit verbundenen Umplanung auf multifunktionale Dauernutzung und des wegen des Kühlhausrückbaus um ein Jahr später begonnenen Baus der Schwimmhalle wurden Meinungen in den Haushaltsgremien des Landes Berlin laut, die den Bau der Schwimmhalle nicht mehr realisieren wollten. Durch die kurzfristige, aktive Ausarbeitung von Entscheidungsalternativen von PROMOS mit den jeweiligen Kostenkonsequenzen konnte verhindert werden, dass das in seiner Funktionalität, verkehrlichen Erschließung, architektonisch und stadtplanerisch als Gesamtobjekt konzipierte Bauwerk nicht als ein für die öffentliche Nutzung unattraktiver Torso entstanden ist. Stattdessen wurde das vom Land festgesetzte Deckelbudget durch erhebliche Einsparungen ohne Einbußen in der Funktionalität und Qualität in dem ursprünglich vorgesehenen Zeitrahmen realisiert.

Durch die alljährlichen Berliner 6-Tage-Rennen sowie nationale und internationale Meisterschaften in der Schwimmhalle hat das Projekt den Beleg für die hohe Qualität geliefert.