Er verspricht nicht, er liefert. Er glaubt nicht, er weiß. Ihm geht’s um Daten und Fakten, sonst nichts. So manch einer hält mich für unaufgeregt – aber im Vergleich zu ihm bin ich ein italienischer Eisverkäufer. Auf der Tourimeile. In Rimini.

— Philipp Heydel über Henning Haack

Henning Haack

Unaufgeregt. Sagt jemand einen Satz wie „Ich bin an der Ostsee geboren“, geht der nächste üblicherweise in Richtungen wie „Ich habe mich schon als Kind hinter den Horizont gesehnt“, „Der raue Wind und die salzige Luft haben mich geprägt“ oder „Die Weite des Meeres hat mich Demut gelehrt.“ Henning Haack sagt stattdessen: „Weil Mama gerade da war.“ Punkt. End of story. Aufgewachsen ist er in Ost-Berlin. Wende mit 7. Ab 14 dann Jobs neben der Schule. Auf Baustellen, in einer Hotelküche, im Tierpark. Nein, nein, nicht bei den Tieren, sondern im Imbiss; also auch keine Stories über Begegnungen mit Löwen oder Pinguinen. Er hat einfach schon immer gern und viel gearbeitet, immer ein bisschen mehr gegeben als zwingend notwendig, ein bisschen länger gesessen als die Anderen. Er ist halt richtig gut in seinem Job; aber sowas muss man doch nicht erwähnen. Stolz macht ihn der Taunusturm, glücklich sein Zuhause in Offenbach. War da gerade ein Lächeln? Ja, irgendwie schon.

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